BWL-Online Führungsfunktionen Personalführung Führung Führungsverhalten

Fragebogen: Mein Führungsverhalten


Dies ist ein Fragebogen zu Ihrem eigenen Führungsverhalten. Die Bearbeitungsdauer liegt bei ca. 10-12 min. Auf den folgenden Seiten finden Sie je vier Aussagen zu sieben elementaren Verhaltensbereichen im Umgang mit Mitarbeitern. Lesen Sie zunächst die vier Sätze über das Verhalten beim Ziele-Setzen. Betrachten Sie jeden dieser vier Sätze als eine mögliche Beschreibung Ihres eigenen Verhaltens.
Ordnen Sie die Aussagen so, dass zu oberst derjenige Satz ist, der am ehesten auf Sie zutrifft, und zwar so, wie Sie Ihrer Meinung nach tatsächlich sind, und nicht, wie Sie sein möchten oder sein sollten. Setzen Sie dann jenen Satz an die zweitoberste Stelle, der Ihr Verhalten am zweitbesten beschreibt. Fahren Sie mit den restlichen Sätzen fort, indem Sie die drittbeste Schilderung Ihres Verhaltens an der dritten Stelle und den Satz, der am wenigsten auf Sie zutrifft, zu unterst positionieren.



Verhalten beim Ziele-Setzen




Ich stecke das Ziel möglichst hoch und achte auf knappe Termine. Nur bei starker Herausforderung der Mitarbeitenden ent­steht eine gute Leistung.


Wichtiger als eine Zielsetzung durch mich ist es, dass die Mit­arbeiter ihre Aufgaben gemäss Stellenbeschreibung pflicht­gemäss erfüllen. Ziele, die von der Geschäftsleitung kommen, gebe ich selbstverständlich nach unten weiter.


Der Mitarbeiter soll sich die Ziele möglichst selbst setzen, da er sich bei selbstgesetzten Zielen mehr anstrengt. Ich gebe höchstens Richtwerte oder sehr grobe Ziele vor.


Ich vereinbare mit meinen Mitarbeitern regelmässig Ziele, so dass sich Unternehmensziele und individuelle Ziele der Mitar­beiter ergänzen. Die Mitarbeiter sollen die Ziele verstehen und akzeptieren, aber auch gleichzeitig durch sie herausgefordert werden.

Verhalten beim Planen




Ich mache nur da Pläne, wo es die Situation erfordert. Jeder Mitarbeiter sollte sich auf seine eigene Weise "durchbeissen".


Ich mache Vorschläge, überlasse aber die Feinplanung den Mitarbeitenden. Ich vertraue ihren Fähigkeiten. Zu­dem sollen sie einen grossen Handlungsspielraum haben.


Ich stelle die Pläne so auf, daß eine langfristige Entwicklung gesichert und jeder Abschnitt klar umrissen ist. Pläne sollen gut durchdacht sein und den Mitarbeiter aktivieren.


In meinen Plänen stehen Gewinn- und Kostendenken im Vor­dergrund. Ich plane nur so weit, als ich es auf Grund meiner Erfahrung für nötig erachte, sorge aber dafür, dass die Pläne konsequent eingehalten werden.

Verhalten bei der Ideensuche




Bringen andere Ideen ein, so versuche ich, möglichst neutral zu bleiben und nicht Partei zu ergreifen.


Ich ziehe es vor, Ideen anderer Personen zu übernehmen und nicht die eigenen in den Vordergrund zu stellen oder gar durchzusetzen.


Ich höre zu und suche neue Ideen und Meinungen. Ich habe zwar klare Vorstellungen, bin aber jederzeit bereit, bei guten Vorschlägen meine Meinung zu ändern.


Ich stehe für meine Ideen auch dann ein, wenn nicht alle mit mir einig sind und ich gezwungen bin, andere dadurch zu enttäuschen.

Verhalten beim Entscheiden




Ich gehe auf alle Vorschläge ein und komme mit meinen Ent­scheidungen den Mitarbeitern möglichst entgegen. So ver­meide ich Widerstände, und die Mitarbeiter reagieren positiv.


Ich entscheide soviel wie möglich in eigener Instanz auf Grund meiner Erfahrungen, denn ich trage für die Folgen auch die Verantwortung. Ich lege grossen Wert darauf, Entscheidungen durchzusetzen.


Ich schliesse mich wenn möglich den Entscheidungen anderer an, trage jedoch meinen Teil zum Entscheid bei, wenn man dies verlangt.


Entscheidungen sollen begründet und vernünftig sein, deshalb arbeite ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Entscheidungsfindung, bis die beste Entscheidung gefunden ist.

Verhalten beim Realisieren




Ich setze mich selbst unter Druck, da nur mit Selbstdisziplin schnelle Erfolge möglich sind. Bei Schwierigkeiten verstärke ich meinen Einsatz und versuche, mich durchzusetzen.


Ich überlege mir vor der Durchführung, wie ich mit dem geringsten Aufwand am schnellsten vorankomme.


Ich ermutige und unterstütze meine Mitarbeitenden, wann immer es möglich ist. Meine Tür ist immer offen. Oft erledige ich eine Ar­beit selbst, um die Mitarbeiter nicht zu überlasten.


Ich bin über die laufende Entwicklung stets informiert und setze jeweils Prioritäten. Auftretende Schwierigkeiten untersuche ich, um daraus für den Fortgang der Arbeit zu lernen.

Verhalten beim Kontrollieren




Ich kontrolliere das, was der Mitarbeiter nicht selbst kontrollie­ren kann. Mehrheitlich konzentriere ich mich dabei auf das Er­gebnis. Abweichungen sind Anlass zur Analyse und zu Verbesserungsmassnahmen.


Ich kontrolliere auf unauffällige Art. Bei Fehlern hebe ich das Positive hervor. Kritikgespräche sind stets konstruktiv und er­munternd.


Meine direkten Stichprobenkontrollen sind streng, aber ge­recht. Ich will damit feststellen, ob ich eingreifen oder korrigie­ren muss oder ob neue Anweisungen erforderlich sind.


Meine Aufgabe ist es, ein Kontrollsystem einzurichten, das "automatisch" funktioniert, d. h. mir die persönliche Kontrolle weitgehend abnimmt.

Verhalten bei Konflikten




Ich möchte von Anfang an verhindern, dass Konflikte entstehen. Treten sie aber trotzdem auf, versuche ich, die Mitarbeiter zu beruhigen und wieder ein gutes, freundliches Klima herzustellen.


Wenn Konflikte und Schwierigkeiten entstehen, versuche ich, die Gründe herauszufinden und die Ursachen mit allen Beteiligten zu klären.


Wenn Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte entstehen, versuche ich, neutral zu bleiben und mich aus der Diskussion herauszuhalten. Meist wächst dann ohnehin Gras darüber.


Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind meistens nur so zu beseitigen, indem man klar die eigene Meinung durchsetzt.


Das Buch kaufen ...

Cover IBWL 2013

Orell Füssli Verlag AG

6. Auflage, 2016,
1104 Seiten, gebunden,
mit vielen Grafiken und
Tabellen
CHF 98.00

ISBN 978-3-280-04142-0

Details ...

Link zu VWL-Online